Laptop-DeeJaying Basics 06 – störendes Brummen

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Eigentlich sollte dies kein Thema sein, gehört m.E. der Vergangenheit an. Gut konfigurierte Soundsysteme haben keine Probleme mit angeschlossenen Laptops, die wiederum ihren Strom aus dem Netzteil beziehen.

Dennoch – insbesondere weil ich gefragt wurde – kurz aus meiner Erfahrung:
Apple-Netzteile standen immer im Ruf, keinerlei Störgeräusche zu erzeugen, was für Windows-Laptops nicht unbedingt galt.
Einige Locations haben in ihrem Soundsystem dementsprechende Entstörfilter integriert, an dem der DJ sein Cinchkabel anschliessen kann.
Auf einem Festival hatte ich das Vergnügen, nach einem Livekonzert aufzulegen, die Musik war komplett akustisch – also ohne jegliche elektrische Verstärkung.
Einzig die Notenpultbeleuchtung sorgte für eine ziemlich chaotische Verkabelung auf der Bühne. So nahm ich für mein Netzteil den erstbesten freien Steckplatz, den mir der Bühnentechniker anbot.

Das Brummen war inakzeptabel und erschütterte meinen Glauben an Apple-Hardware 😉
Aus vergangenen Zeiten als “LJ – Light Jockey 😉 ” wusste ich, dass Licht und Ton unbedingt getrennt sein müssen, d.h. separate Stromphasen benötigen.
Als mir der Hausmeister dann eine “amtliche” Steckdose zuwies, war das Problem behoben (Mixer und Laptop an der gleichen Verteilerdose).

Als Gast-DJ kann ich das normalerweise einfach sicherstellen, indem ich mein Netzteil in die selbe Verteilerdose wie den festinstallierten Mixer stecke.
Das funktioniert dort, wo regelmässig wechselnde Laptop-DJs zugange sind gut.

O.g. Fall ist da schon die Ausnahme – also exotische Locations mit keinem festinstalliertem Soundsystem, wo der DJ nur so nebenher läuft.
Einfache Lösungen sind: ohne Netzstrom auflegen – wenn der Akku das mitmacht, obige Problemlösung oder einen kleinen Entstörer verwenden.
Ich persönlich verwende keinen, habe mir nach dem damaligen Vorfall auch keinen zugelegt, aber weil die Frage aufkam und meine bisherigen Recherchen doch erstmal wieder zu schweren Boxen zu EUR 45,- bis 99,- führten hier noch zur Ergänzung mein Tipp, dass es auch kleiner und leichter geht (s.o. Abb): Monacor FGA-30M zu EUR 15,99.

Tipps für Tango-DJs in der Nachtkantine München

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Bei meinem ersten Set in der Nachtkantine hat mich der Kabelsalat hinter dem Pioneer DJM-700-Mixer erstmal erschreckt.
Belegt ist der Mixer eigentlich nur auf Kanal 3 oder 4/Line mit dem Podcast-Rechner der NK für die Hintergrundmusik.

Die Terassenbeschallung wird über Gain/Trim (via REC-Out) geregelt, beeinflusst also auch die Tanzflächenbeschallung!
Separat kann die Aussenbeschallung am QSC-Verstärker im Rack unter dem Licht-DMX geregelt werden..

Von vielen übersehen: rechts hinter dem Mixer steht ein aktiver QSC-Monitor, baugleich zu denen, die die Tanzfläche beschallen.
Regeln kann man den am untersten Drehknopf in der grau unterlegten Reihe “Booth Monitor Level”.

Damit hat man annähernd den gleichen Klang wie auf der Tanzfläche und spart sich den weiten Weg dorthin zur Abstimmung.
M.E. optimale Arbeitsbedingungen für einen Tango-DJ. 🙂

Laptop-DeeJaying Basics 05 – Kopfhörer

Chevalier-SHURE

Neues: nachdem die Polster des Sony doch schon sehr ausgfranst sind, gab es heute einen Neuen, nämlich den Shure SHR750DJ. Dass man bei Kopfhörern nicht viel falsch machen kann, hatte ich ja bereits erläutert.
Allerdings sinken die Preise, wenn man nicht gerade den neusten Hype mitmachen will. Wg. seines Retrodesigns und der Affinität zu meinen Technics-Plattenspielern hatte ich den Technics RP-DH 1200 für EUR 129,- avisiert. Allerdings sieht das Plastik in Chromeoptik dann doch eher daneben aus (der Look soll an die Plattenteller der SL 1200 erinnern :/ ).

Kurz: es wurde kein Pioneer oder  beats by Dr.Dre, sondern dieses dezente Stück , ‘around ear’-Tragekomfort und ordentlich Bass für Deep House-Fans incl. für EUR 119,- 🙂

 

 

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Grundsätzlich muss man sich darüber klar sein, ob man überhaupt einen Kopfhörer für sein Tango-DeeJaying-Set benötigt.
Gute Vorbereitung eines Abends oder z.B. die Verwendung einer einzigen Cortina können den Kopfhörer in der Ausrüstung überflüssig machen.

Wozu also mit Kopfhörer Vorhören?

Z.B. um nochmal die nächste Tanda zu prüfen, ob sie so in die Stimmung der Milonga passt, ob die Cortina passt oder wie die Klangeigenschaft der einzelnen Stücke der kommenden Tanda ist.

Keinesfalls sollte man den Kopfhörer für die Klangregelung selbst verwenden (höchsten zum Vorsteuern) – diese sollte an das Soundsystem der Tanzfläche angepasst werden.

Ich verwende je nach Anforderung unterschiedliche Kopfhörer: insbesondere für andere Anwendungen als im Tango setze ich auf die Robustheit meines Sony MDR-V500 – schon etwas in die Jahre gekommen – solange der noch hält.
Von Bose habe ich inzwischen den zweiten “On Ear”-Kopfhörer, der erste ist leider nach ca. dreieinhalb Jahren am etwas filigranen Drehgelenk “zerbröselt” (rote Markierung), eine Schwäche, die im Nachfolgemodell behoben ist (s.o. Abb.):
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Ich habe mir für Kopfhörer ein Preislimit gesetzt – Obergrenze 170,- Euro.

Meine Empfehlung: Vor Kauf Testhören und die Ergonomie, also den persönlichen Tragekomfort prüfen.

Ich konnte z.B. in einem grösseren Münchner Fachmarkt den Sony direkt mit dem Bose vergleichen, klanglich liegen da Welten dazwischen – natürlich subjektiv. Die aktive Lärmreduktion (die vielleicht für Vielflieger interessant ist) halte ich fürs DeeJaying für überflüssig und entsprechende Bose-Modelle kosten dann gleich mal das doppelte.

Und schliesslich nicht zu vergessen: Welchen Anschluss benötige ich?
DJ-Kopfhörer haben meistens einen 3,5 mm Miniklinke-Stecker und zusätzlich (wie mein Sony, s.o.) einen an-/abschraubbaren 6,5 mm Klinke-Adapter. Damit komme ich überall ran. Falls benötigt (wie beim Bose) gibt es entsprechende Adapter ab ca. 5,- Euro bei diversen Onlinehändlern.

Laptop-DeeJaying Basics 04 – Soundkarte

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Vergangene Woche hat mich ein FB-Freund angeschrieben, der mit dem Tango-DeeJaying beginnen will.
Seine Frage war, welche Soundkarte man dafür benötigt.
Die Idee dahinter: diese verbessert die Qualität alter schlechter Aufnahmen (automatisch?).

Leider hat keine Soundkarte eine “Tangointelligenz”. Wie schon geschrieben [https://falkoguelberg.wordpress.com/2014/06/22/upgrade-von-djay-auf-traktor-01/] muss die Klangverbesserung am Mixer passieren.
Das kann der in der Software integrierte Equalizer (im kleinsten Fall Bass-, Mitten und Höhenregler) sein oder der externe Mixer, an den das Laptop angeschlossen wird.
Wird eine Software eingesetzt, mit der man Titel vorhören kann, benötigt man für den Vorhörkanal einen separaten Audioausgang zum Anschliessen des Kopfhörers.
Erst dazu benötigt man die externe Soundkarte (ausser das in die Jahre gekommene Laptop hatte keine integrierte, so einen Fall kenne ich aber nicht).

Zur reinen Wiedergabe von Musik – also DeeJaying pur – reichen die in der Abbildung in der unteren Zeile aufgeführten Soundkarten in einer Preisspanne von 70,- bis ca. 100,- EUR aus (mindestens CD-Qualität).

Allerdings muss ich einräumen, dass das Hörerlebniss eine sehr subjektive Warhnehmungssache ist.
D.h. wenn ich 500 Euro für eine Soundkarte ausgebe, wird sich die für mich persönlich bestimmt besser anhören, als die für 70 Euro.
Ich bezweifle allerdings, dass die Tänzer auf einer Milonga meine subjektive Wahrnehmung teilen. 😉

Upgrade von djay auf traktor 01

 

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traktor-Setup zum Remixen und zur Integration meiner alten Terchnics SL-1200MK2-Plattenspieler in ein DVS (digitales Vinyl System) 🙂

Neben dem Tango-DeeJaying bastel ich (back to the roots) am guten alten MixTape-DeeJaying – oder wie man heute auch sagt: *Bedroom-DeeJaying”.

Quasi als Abfallprodukt dessen habe ich mein traktor-Setup auf die Anforderungen fürs Tango-DeeJaying verkleinert (Anlass war die Unterstützung eines Tango-DJ-Kollegen, der sich mit seinen Settings in traktor etwas verfahren hatte; sonst wäre ich nicht auf die Idee gekommen, traktor Scratch Pro für ein Tango-Setup zu reduzieren).

Rot habe ich die drei wichtigsten Gründe (für mich) markiert:

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Am linken Rand das separate “Vorhör-Deck” – (in djay musste ich zum Vorhören immer einen Plattenteller freiräumen, was die Automix-Liste durcheinander brachte).
In der Mitte markiert der digitale 4-Band-EQ zur Klangregelung, der der Charakteristik der “Allen&Heath Xone”-Mixer nachempfunden ist. Zur Klanregelung gibt es unterschiedliche Meinungen – die, die die Regelung am Mixer bevorzugen und die, die es in der Software tun. Ich will hier derzeit einfach Erfahrung sammeln und teste beides 😉
djay bietet ‘nur’ eine 3-Band-Klangregelung (Bass Mitten Höhen). Was meine Tests mit traktor auch ergeben, meine bisherige Erfahrung zeigt mir, dass egal welche Regelung ich verwende, eine Verbesserung im Klang immer erreichbar ist, wenn ich die Ohren aufmache und sie  anwende.

Und zuletzt rechts oben der kleine Button für die Autoplay-Funktion (in traktor ‘Cruise-Mode’ genannt).
Achtung: wenn die aktiviert ist und ich blende z.B. die Cortina ausn (‘fade out’), wird der nächste Tango eingeblendet (‘fade in’).

Also vor dem Ausblenden der Cortina Autoplay deaktivieren… 😉
Oder man verwendet im Vorfeld zurechtgestuzte Cortinas – ein anderes Thema!
Und weil traktor eben nicht so einfach zu konfigurieren wie djay ist, gibts hier bestimmt mehrere Fortsetzungen …

P.S.: Fürs Tango-DeeJaying benötigt man keinesfalls die von mir verwendete Version ‘Scratch Pro’, sehr wahrscheinlich nicht einmal die ‘Pro’, sondern nur die ‘LE’-Version – also erstmal klein anfangen und wenn die ‘LE’ nicht reicht, upgraden 🙂

Laptop-DeeJaying Basics 03

Die einfache Handhabung von djay – in wenigen Sekunden die richtigen Einstellungen finden und wählen.

Wer djay kennt und die Voreinstellungen mit anderer Software vergleicht, weiss welche Zeitersparniss djay bringt.
Während ich bei anderen Lösungen dann doch mal das Handbuch benötige oder mich in die Tiefen der Systemeinstellungen bewegen muss, habe ich in djay minimalen Zeitaufwand.
Das beginnt beim Programmstart: djay scannt die Systemeinstellung auf verwendete Komponenten (externe Soundkarten etc.) und fragt gleich nach, ob es diese verwenden soll. (y)

Der Dialog zur Einstellung der Komponenten ist “sehr übersichtlich”:
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Fürs Tango-DeeJaying verwende ich die Funktion Automix (analog zum Abspielen einer Playlist in iTunes).
Wichtig ist hier, das Ein- und Ausblenden zu unterbinden.

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Start- und Übergangsdauer auf “0” setzen.

Nicht vergessen: die Lautstärkeanpassung.

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Für iPhone- oder iPod-Besitzer ein nettes Feature: die Fernsteuerung mit der djay-Remote-App (im iTunes-Store). Ich habe sie auf meinem iPod, allerdings ist die Konfiguration über offenes Netzwerk doch etwas heikel und der Nutzen, dass ich per Fernsteuerung die Klangoptimierung z.B. von der Tanzfläche aus vornehmen kann, ist dann doch nicht so gross.

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Wie man erkennt, erklärt djay auch die Fachbegriffe wie hier ‘Auto-Gain’ sehr anschaulich.
Ein weiterer Pluspunkt, was mich zu dem Urteil bringt, dass djay die “Lernsoftware” schlechthin unter den DJ-Programmen ist.
(Soweit ich weiss, spielen/lernen die Kids einer Freundin auch mit djay – also wörtlich “kinderleicht”)

Laptop-DeeJaying Basics 02

Begonnen habe ich ca. 1999, die Leichtigkeit des Laptops mit iTunes zu kombinieren.

Die Lautstärkenanpassung gab es damals auch schon. Die Klangregelung habe ich damals extern (am Mixer bzw. Verstärker) vorgenommen. Problem: iTunes gibt nur einen Stereokanal aus, ich kann nicht vorhören. :/

Frühe Versionen von traktor waren mir zu komplziert, als DJ-Version wie heute gab es traktor nur für Windows.
Vor einigen Jahren kamm ich dann auf djay von algoriddim.

Das liest die iTunes Music Library.xml in rasender Geschwindigkeit ein (da kommt m.E. keine andere Software ran) und gibt es für wenig Geld (inzwischen im Apple app store) – derzeit EUR 17,99.
Jetzt hatte ich die Möglichkeit, vorzuhören. Dazu habe ich mir eine USB-Soundkarte

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(iMic von griffin) zugelegt – damals ca. EUR 20,- .

Zum Vorhören reicht diese und die Qualität der integrierten MacBook Pro-Soundkarten war immer schon die beste im Vergleich zu anderen Laptops. (Aktuell wird da wohl ein Wolfson AD/DA-Wandler verbaut, den Elektroniker durchwegs positiv bewerten).
Mein TIPP – oder so habe ich angefangen: erste kleine Schritte machen, nicht zuviel Geld ausgeben, die Hardware benutzen die man kennt (Apple ist seit 1993 meine hauptberufliche Plattform), Defizite der Komponenten identifizieren und Schritt für Schritt die Verbesserungen vorantreiben (z.B. in den Anwenderforen oder per Bugreport an die Softwarehersteller) und wenn nötig upgraden, crossgraden (also die Software wechseln)… und den Spassfaktor nicht vergessen:
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djay (hier Version 4.2.2) hat mir wg. der Oberfläche und dem Titelbrowser ähnlich dem in iTunes einfach saugut gefallen 😉

 

Neue(r) MIDI-Controler?

P.P.S.: Den Novation Launch Control alleine gibts für ca. 100,- EUR

ChevalierMunique

Nov-Pio

Gestern habe ich festgestellt, dass der Loop Recorder in traktor für meine abgefahrenen Ideen nicht ausreicht.
Versuche, mir die snipets in audacity zurecht zu basteln erwiesen sich als nicht ausreichend.

Nachdem ich in den letzten Monaten die ableton Live Demo testete, wird es die wohl werden.
Zum Einstieg setze ich auf das “Novation Launchpad S Control Pack” für ca. 250,- EUR, das auch die “Ableton Live Lite”-Version beinhaltet.
Mal sehen, ob die Lite-Version meine Anforderungen erfüllt, ob ein Upgrade für diese Version möglich ist und wie die von Keyboardern gelobte Novation-Hardware taugt.
Insbesondere der kleine Controller mit 16 Drehreglern (Gewicht: 470 g; Abmessungen: B: 240 mm, L: 118 mm, T: 23 mm) muss sich gegen meinen robusten Pioneer DDJ-SP1 (328 × 178,7 × 47,4 Millimeter bei einem Gewicht von 1,4 kg)  behaupten – neben der auffälligen Gewichts- und Platzeinsparung 😉
Interessant wäre für mich auch der i-Controls…

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Neue(r) MIDI-Controler?

Nov-Pio

Gestern habe ich festgestellt, dass der Loop Recorder in traktor für meine abgefahrenen Ideen nicht ausreicht.
Versuche, mir die snipets in audacity zurecht zu basteln erwiesen sich als nicht ausreichend.

Nachdem ich in den letzten Monaten die ableton Live Demo testete, wird es die wohl werden.
Zum Einstieg setze ich auf das “Novation Launchpad S Control Pack” für ca. 250,- EUR, das auch die “Ableton Live Lite”-Version beinhaltet.
Mal sehen, ob die Lite-Version meine Anforderungen erfüllt, ob ein Upgrade für diese Version möglich ist und wie die von Keyboardern gelobte Novation-Hardware taugt.
Insbesondere der kleine Controler mit 16 Drehreglern (Gewicht: 470 g; Abmessungen: B: 240 mm, L: 118 mm, T: 23 mm) muss sich gegen meinen robusten Pioneer DDJ-SP1 (328 × 178,7 × 47,4 Millimeter bei einem Gewicht von 1,4 kg)  behaupten – neben der auffälligen Gewichts- und Platzeinsparung 😉
Interessant wäre für mich auch der i-Controls Pro von icon (Fader statt Drehregler), der kommt allerdings bei einem Preis von ca. 270,- EUR erst in Betracht, wenn ich erste Gehversuche in Ableton hinter mir habe.

Nebeneffekt für Tango-DeeJaying: der Novation dürfte recht einfach zu mappen sein und schafft wieder mehr Freiheit für meinen Rücken 😉

P.S.: wieso ich den Pioneer-DDJ-SP1 benutze? Wer jahrelang als Vertreter Passat gefahren ist, will privat dann doch irgendwann lieber Mercedes oder BMW fahren!