Laptop-DeeJaying Basics 07 – digitale Klangregelung

Was tun, wenn kein Mixer zur Klangregelung zu Verfügung steht?
M.E. eine der wichtigsten technischen Aufgaben des DJs ist die Klanganpassung bzw. -optimierung (insbesondere beim Tango).

In iTunes kann dies mit dem eingebauten Equalizer geschehen – und man kann hier auch die Stücke mit vorbereiteten EQ-Einstellungen taggen und zum Abspielen verwenden.

Bildschirmfoto 2014-10-13 um 15.39.02

Die Bedienoberflächen der gängigen DJ-Softwares stellen meist eine gute integrierte Klangreglung mittels Drehregler zu Verfügung. Diese mit Trackpad oder Maus zu bedienen ist nicht unbedingt “ergonomisch”.
Hier empfehle ich als kleinen Einstieg einen MIDI-Controller mit “so vielen Knöpfen wie nötig, so wenig wie möglich” (für MIDI-Beginner) – diese steuern also nur was die Software hergibt, mit dem tatsächlichen Klang haben die überhaupt nichts zu tun.

Hier die Tipps:
AKAI LPD8 Laptop Pad Controller (ca. 40 Euro)

1826493_800

Novation Launch Control (hat schon doppelt soviele Drehregler – ca. 100 Euro)

7435912_800

Korg nanoKONTROL 2 black (ca. 40 Euro)

7558186_800

Icon iControls (ca. 50 Euro)

8587141_800

Demnächst an dieser Stelle: kleines MIDI-Mapping Tutorial für algoriddim djay 😉

Playlist aus Traktor exportieren – in iTunes importieren

Bildschirmfoto 2014-07-20 um 12.30.28

In traktor habe ich die Möglichkeit, nach “Feierabend” mein Set zu exportieren.
Da ich meine Milonga-Sets derzeit in iTunes vorbereite und auch die Playlist vergangener archiviere, ist ein abschliessender Export (auch in algoriddims ‘djay’ möglich) aus traktor sinnvoll.

Bildschirmfoto 2014-07-20 um 12.31.25  mit rechter Maustaste komme ich auf dem Historyfolder ins entprechende Menü. Auch die Möglichkeit, mit ‘Save as Webpage’ eine Liste zu erstellen, schätze ich sehr. Hier sehe ich auch die tätsächlich gespielte Länge der Tracks.

Bildschirmfoto 2014-07-20 um 12.32.40 Für den Wiederimport in iTunes sind die in der Abbildung gewählten Einstellungen empfehlenswert.
Achtung: Die Checkbox ‘Copy Tracks To Destination’ ist beim Öffnen des Dialogs aktiviert und das Exportformat ist das traktor-NML-Format! Unbedingt die Checkbox ausschalten, sonst bekommt man die im Anschluss in iTunes dupliziert und als Format m3U wählen.
Ein Kollege und ich hatten das Problem, dass die so exportierten m3U-Listen leer waren, sich per Doppelclick in iTunes öffnen liessen, aber auch da kein Track angezeigt wurde. Zur Kontrolle einfach die m3U in einem Texeditor öffnen und überprüfen, ob das dem iTunes-Music-Pfad entspricht:
/Users/xyz/Music/iTunes/iTunes Media/Music/Aaliyah/Aaliyah/15 Try Again.mp3

Ist dem so, dann klappt es auch mit dem Öffnen per Doppelclick in iTunes und eine Kontrolle im Musik-Browser zeigt, dass ich keine Duplikate importiert habe, sondern nur die Liste.
Bildschirmfoto 2014-07-20 um 12.34.53
🙂
Meine aktuelle iTunes-Version: 11.3

 

Laptop-DeeJaying Basics 02

Begonnen habe ich ca. 1999, die Leichtigkeit des Laptops mit iTunes zu kombinieren.

Die Lautstärkenanpassung gab es damals auch schon. Die Klangregelung habe ich damals extern (am Mixer bzw. Verstärker) vorgenommen. Problem: iTunes gibt nur einen Stereokanal aus, ich kann nicht vorhören. :/

Frühe Versionen von traktor waren mir zu komplziert, als DJ-Version wie heute gab es traktor nur für Windows.
Vor einigen Jahren kamm ich dann auf djay von algoriddim.

Das liest die iTunes Music Library.xml in rasender Geschwindigkeit ein (da kommt m.E. keine andere Software ran) und gibt es für wenig Geld (inzwischen im Apple app store) – derzeit EUR 17,99.
Jetzt hatte ich die Möglichkeit, vorzuhören. Dazu habe ich mir eine USB-Soundkarte

Image

(iMic von griffin) zugelegt – damals ca. EUR 20,- .

Zum Vorhören reicht diese und die Qualität der integrierten MacBook Pro-Soundkarten war immer schon die beste im Vergleich zu anderen Laptops. (Aktuell wird da wohl ein Wolfson AD/DA-Wandler verbaut, den Elektroniker durchwegs positiv bewerten).
Mein TIPP – oder so habe ich angefangen: erste kleine Schritte machen, nicht zuviel Geld ausgeben, die Hardware benutzen die man kennt (Apple ist seit 1993 meine hauptberufliche Plattform), Defizite der Komponenten identifizieren und Schritt für Schritt die Verbesserungen vorantreiben (z.B. in den Anwenderforen oder per Bugreport an die Softwarehersteller) und wenn nötig upgraden, crossgraden (also die Software wechseln)… und den Spassfaktor nicht vergessen:
Image

djay (hier Version 4.2.2) hat mir wg. der Oberfläche und dem Titelbrowser ähnlich dem in iTunes einfach saugut gefallen 😉